Die Sonntagsallianz schliesst sich der breiten Opposition gegen die Motion Abate an

Medienmitteilung vom 4. Februar 2014 – Die Sonntagsallianz bedauert, dass sie nicht in die Vernehmlassung für den Verordnungsentwurf zur Motion Abate einbezogen wurde, obwohl ihr alle Organisationen, die den Sonntag als Ruhetag verteidigen, angehören. Sie fordert die Abschreibung der Motion Abate, weil diese den Rechts- und Verfassungsvorschriften widerspricht.Die Sonntagsallianz ist eine Vereinigung, der alle Organisationen angehören, die den Sonntag als Ruhetag verteidigen (Kirchen, NGOs, Gewerkschaften, Parteien). Sie hat zum Verordnungsentwurf des Bundesrates zur Motion Abate unaufgefordert Stellung bezogen. Diese Motion will die Sonntagsarbeit auf dem Verordnungsweg in den auf den Einkaufstourismus ausgerichteten Einkaufszentren bewilligen.

Die Sonntagsallianz bedauert insbesondere, dass der Bundesrat sie anlässlich des Anhörungsverfahrens übergangen hat, obwohl ihr so wichtige Akteure wie die Kirchen angehören. Während der Bundesrat den äusserst speziellen Erwartungen gewisser Einkaufszentren gegenüber sehr aufmerksam zu sein scheint, hat er diejenigen Organisationen übergangen, die um das Allgemeinwohl und die Bedürfnisse der gesamten Gesellschaft besorgt sind.

In ihrer Stellungnahme erinnert die Sonntagsallianz daran, dass die Gesellschaft einen gemeinsamen Ruhetag benötigt, damit jede/r den gleichermassen wichtigen sozialen, familiären, sportlichen oder spirituellen Aktivitäten nachgehen kann. Die Sonntagsallianz stützt sich unter anderem auf ein Gutachten der Professoren Mahon und Dunand der Universität Neuenburg, um daran zu erinnern, dass die Motion das übergeordnete Recht nicht respektiert, da sie eine neue Definition des Tourismus einführt, welche im Arbeitsrecht nicht vorgesehen ist. Deshalb lehnen die Mitgliederorganisationen den Verordnungsentwurf des Bundesrates ab und fordern die Abschreibung der Motion Abate.

Für weitere Informationen:

  • Otto Schäfer, Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund, 076 778 39 87.
  • Wolfgang Bürgstein, Generalsekretär Justitia et Pax, 078 824 44 18.
  • Klaus Stadtmüller, Präsident der schweizerischen Gesellschaft für Arbeitsmedizin,
  • 079 237 97 10
  • Lieselotte Fueter, Co-Präsidentin der evangelischen Frauen der Schweiz, 079 302 45 35
  • Kurt Regotz, Präsident Syna, Vizepräsident Travail.Suisse, 079 617 62 94
  • Vania Alleva, Co-Präsidentin Unia, Leiterin Dienstleistungsberufe, 079 620 11 14
  • Jean-Daniel Roth, Leiter Kommunikation EVP, 079 193 12 70

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